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Allgemein Haarsterne im Aquarium
09.01.2005 von Frank D



Ein Leitfaden für Ein und Umsteiger.

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Einleitung
Der Aquarianer sucht sicherlich immer wieder das Außergewöhnliche für sein Becken. Etwas was sein Becken von anderen unterscheidet. Und somit fällt der Blick auch schnell auf Lebewesen mit etwas skurillerem Aussehen.
In den Händlerbecken sind neben Korallen und "normalen" Fischen auch häufiger Haarsterne anzutreffen. Diese mitunter extrem farbigen Tiere verleiten durch ihre außergewöhnliche Körperform zum Kauf an. Auch die Fangtechniken und Fortbewegung sucht in der Art vergleichbares im Aquarium. In diesem Artikel wollen wir Ihnen die Gattung und die Pflege ein wenig näher bringen.


Ein Traum in jedem Aquarium. Aber auch für die Haarsterne?


In diesem Artikel sind mit Absicht keine Gattungsnamen erwähnt und die Bilder der Haarsterne auch nicht mit den Namen gekennzeichnet. Wir sind einfach nicht in der Lage eine sichere Identifizierung anhand von Nachlagewerken vorzunehmen. Einige Arten sehen sich auf den Abbildungen so ähnlich, das wir mit Sicherheit eine größere Anzahl von Fehlbestimmungen publizieren würden. Bevor wir es also absolut falsch machen, machen wir es lieber gar nicht.

Der interessierte Leser findet aber einige Haarsterne im Mergus Meerwassser Atlas Band 3 und Band 5.


Von Nicht-Aquarianern oft für eine Alge gehalten: der grüne Haarstern


Die Arten
Mit über 600 Arten zählt die Gruppe der Haarsterne zwar noch zu der kleinsten Gruppe der Stachelhäuter, aber alle werden wir deshalb trotzdem nicht vorstellen können. Deshalb beschränken wir uns hier auf die Arten, die häufiger im Handel vertreten sind und wo auch einige Erfahrungen durch Aquarianer vorliegen.

Die meisten Tiere, die im Handel angeboten werden, stammen aus Indonesien und den Phillipinen.

Die Pflege
Um Haarsterne pflegen zu können ist es zuerst einmal notwendig sich ein wenig mit der Ernährung zu beschäftigen. Haarsterne sind zumeist nachtaktive Planktonfänger. An beiden Seiten der Arme befinden sich Fortsätze mit denen die Nahrung gefangen und sotiert wird. Danach wird die Nahrung eingeschleimt und in sogenannte Futterrinnen weitergeleitet. Diese beförden die Nahrung zu der Mundöffnung in dem relativ kleinen Körper eines Haarsternes.


Auf der Wanderschaft. Erstaunlich das Geschick beim Laufen.


Während einige Harrsterne sehr viele Arme mit einer großen Anzahl von Fortsätzen haben, die Arme sehen fast wie Vogelfedern aus, sind die Arm-Fortsätze bei anderen Arten sehr ausgedünnt. Vielleicht rührt auch daher die Bezeichnungen Haar- bzw. Federstern. Wir wissen es nicht.



Diese unterschiedliche Ausstattung der Fangvorrichtungen deutet auf eine unterschiedliche Ernährungsweise hin. Bei einem dichtem Netz aus vielen feinen Fortsätzen und vielen Armen, ist die Filterleistung entsprechend hoch. Dieses deutet auf kleine Nahrung hin. Dementsprechend müßte der Haarstern mit einem "gröberen" Netz auch mit größerer Nahrung zurecht kommen. Und dieses wurde auch bei den Autoren beobachtet.


Ein besonders schöner Haarstern


Dazu einige Eläuterungen:

Es wurden in verschiedenen Becken die unterschiedlichsten Arten eingesetzt. In einigen wurde nur mit Staubfutter gefüttert, in anderen eine Kombination aus Staubfutter und Phytoplankton. Die farbigen Arten, die alle mit sehr feinen Fangapparaten ausgestattet waren, degenerierten in dem Becken mit der reinen Staubfütterung sehr schnell. In den Planktonbecken hielten sie sich zwar besser, aber nach 6- 12 Monaten waren sie auch verschwunden. Die grünen Haarsterne haben auch in den Gemeinschaftsbecken bis heute überlebt und zeigen ein natürliches Verhalten und Wachstum.
Bei dieser Art konnte auch die Ernährung genauer beobachtet werden. Es können Futterpartikel bis zur Größe von ausgewachsenen Artemia gefangen und transportiert werden. Dabei verhält sich der grüne Haarstern etwas anders als seine planktonfiltrierenden Vettern. Er rollt einen Arm um das gefangene Futter und führt diesen Arm dann zur Mundscheibe.


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