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Allgemein Der Schlammfilter - Miracle Mud
20.10.2004 von Frank D



Ein Leitfaden für Ein und Umsteiger.

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Der "Wunderschlamm" erfreut sich in den letzten Jahren steigender Beliebtheit. Diese naturnahe System geht auf Leng Sy zurück.





Miracle Mud


Durch ein extra Becken (HangOn, oder Zusatzbecken unter dem Hauptbecken) erhält man ein Refugium in dem der Schlamm , sowie schnellwüchsige Algen (Caulerpa) eingebracht werden. Bei dem HangOn System befördert eine Pumpe das Wasser in das System, es passiert dann die Kammern und läuft wieder zurück. Bei einem Unterschrankbecken läuft das Wasser aus der Überlaufkammer in die erste Kammer und eine Pumpe befördert es aus der letzten Kammer wieder ins Hauptbecken. Auf einen Abschäumer wird in diesem System gänzlich verzichtet, da der Schadstoffabbau komplett über den Schlamm und das Algenwachstum erreicht werden soll.

Aufbau


Ein HangOn Filter


In Kammer 1, die mit Biobällen befüllt wird, erfolgt die Umsetzung von Ammonium über Nitrit zu Nitrat. Diese eigentlich in der Aquaristik nicht mehr verwendeten Rieselfilter sind hier mit Absicht verwendet worden. Nur Nitrat kann in der Kammer 2 erfolgreich abgebaut werden.


Die Strömung


Ein in der Trennwand zwischen Kammer 1 und Kammer 2 angebrachter waagerechter Schlitz von ca 1,5 cm Höhe und 15 cm über dem Boden zwingt die Strömung in einem bestimmtem Schema durch die zweite Kammer. Kammer 2 wird mit einer ca. 5cm dicken Schlammschicht und Caulerpas bestückt.
Die Strömung streicht über die Algen ohne den feinen Boden aufzuwirbeln. Da die Trennwand zwischen Kammer 2 und Kammer 3 als Überlauf konzipiert ist und deutlich höher als die Einströmöffnung ist, bricht sich die Strömung an der Rückwand und gelangt zum Teil als seichte Unterströmung über den Bodengrund.

Kammer 3 und 4 dienen als Rückhaltung für abgerissen Makroalgen und kann ebenfalls mit Biobällen gefüllt werden. Hier dienen diese aber nicht mehr der biolgischen Umsetzung sondern nur noch als mechanische Filter.


Ein HangOn Filter


Besonderheiten:
Interessant für viele ist sicher der Aspekt der Planktonversorgung. Da in dem kleinen Refugium die Fische aus dem Hauptbecken keinen Zugang oder Zugriff haben, wachsen und Gedeihen dort viele Kleinstlebewesen. Diese stehen dann durch den Austrag aus dem Refugium und dem Eintrag ins Hauptbecken den dort lebenden Tieren zur Verfügung. Zum Beispiel laichen im Refugium regelmässig Mysis. Man findet aber auch so im Refugium und auch nachts im Hauptbecken eine deutlich höhere Anzahl an Lebewesen.

Abbau der Nährstoffe:
Durch die dicke Schicht Schlamm, die mind. 5 cm Höhe haben sollte, findet der schon bekannte Nitratabbau statt. Durch das Entfernen bzw. Einkürzen der Algen entfernt man gleichzeitig das in ihnen gespeicherte Phosphat, das durch Wachstum in den Zellwänden gebunden wurde.

Strömung
Um eine optimale Abbaurate an Nitrat zu erreichen, sollte die 10 fache Wassermenge über den Filter geführt werden. Dabei reicht es nicht aus, die Strömung mittles einer Pumpe innerhalb des Filters zu erzeugen. Sollten Sie zu hohe oder zu niedrige Nitratwerte messen, müssen Sie mit der Strömung ein wenig experimentieren.

Spurenelementeversorgung und Calzium:
Eine Spurenelementzugabe richtet sich nach dem Wachstum, Verbrauch und Farbgebung ihrer Korallen. Auch hier empfiehlt sich ein 5% - 10% Wasserwechsel im Monat, wie bei anderen Systemen. Man kann für die Calziumversorgung wie bei den anderen Systemen auch entweder einen Kalkreaktor, Kalkwasser o.ä. benutzen. Zur Beseitigung von Gelbstoffen kann man auch hier über qualitativ hochwertige Aktivkohle filtern.


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