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Allgemein Unterschränke für Aquarien
10.07.2004 von Frank D



Ein Leitfaden für Ein und Umsteiger.

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Der Unterschrank

Auf den Unterbau sollte genauso viel Wert gelegt werden wie auf das Becken. Nachlässigkeiten oder Fehler sind an dieser Stelle später nur sehr schwer oder gar nicht zu beheben. Unsachgemässe Ausführungen, falsches Material oder schiefes Aufstellen kann zum Verlust der gesamten Anlage führen, da Becken durch Verspannung platzen oder Scheiben aus ihrer Klebenaht gedrückt werden können. Dieses kann sich auch erst nach einiger Betriebszeit bemerkbar machen. Und nichts ist schlimmer als ein gerade angefahrenes Becken wieder komplett zu demontieren um den Unterbau wieder in Stand zu setzen. Worauf sollte man also achten?

Die häufig im Süsswasserbereich angebotenen Unterschränke sind meist nicht ausreichend für Seewasserbecken. Häufig auch nicht für Süsswasser. Zum einen bieten diese nicht genug Stauraum für die sich im Laufe der Zeit ansammelnde Technik inclusive Technikbecken. Zum anderen sind Seewasserbecken bei gleicher Literzahl meist erheblich schwerer. Das ist bedingt durch die Dekoration mit toten und lebenden Steinen und auch der spätere Bewuchs von Korallen.

Steinkorallen können auch im Aquarium zu enormer Größe heranwachsen und beträchtlich zum Gesamtgewicht beitragen.
Bei einem solchen Becken sollte man schon von 1,5 Kg pro Liter Wasservolumen ausgehen.
Ein weiterer Nachteil dieser in Massenproduktion gefertigten Unterschränke ist das verwendete Material. Häufig werden dort einfache Preßspannplatten verwendet, die nicht dauerhaft resistent gegen Meerwasser sind. Die Lebenserwartung dieser Schränke ist eher kurz.

Zumeist finden solche Standardschränke auch keine Verwendung, da die Großzahl der Becken im Meerwasserbereich Anfertigungen mit Sondermassen sind. Damit bleibt meistens nur eine teure Sonderanfertigung oder der Selbstbau übrig.


Bei dem Selbstbau ist einiges zu beachten:

Das Material:

Bei der Materialfrage scheiden sich ein wenig die Geister. Die einen würden niemals Metall verwenden, da es "garantiert" rostet, die anderen kein Holz, da es sich "garantiert" verzieht....

Bei der richtigen Ausführung kann man sicherlich alle genannten Werkstoffe verwenden. Zumeist wird ein tragfähiger Rahmen gebaut, den man später verkleidet. Auf eine genügende Steifigkeit des Rahmens ist zu achten.


1. Holz
Gerade bei Holz ist diese Steifigkeit nicht immer gewährleistet. Holz arbeitet bekanntlich und es kann nicht ausgeschlossen werden, dass dieses Holz nass wird. Ein Verziehen der Holzkonstruktion könnte zu Spannungen auf dem Becken führen. Falls doch Holzkonstruktionen Verwendung finden sollen, lassen Sie sich von einem Fachbetrieb beraten. Ein ausreichender Schutz gegen Feuchtigkeit ist unbedingt notwendig. Häufig werden Siebdruckplatten aus dem Nutzfahrzeugbereich verwendet (Aufbauten von LKW). Diese sind unempfindlich gegen Feuchtigkeit und Nässe.


Das ist zum Beispiel ein Unterschrank aus einem Fachbetrieb.
Bild: Aquareinanlagen Schuhmacher


2. Metall
Bei Metallrahmen sind Schutzanstriche unbedingt notwendig. Auch V2A und V4A Stähle rosten über die Jahre unter Seewasserumgebung. Normale Stähle sollten zumindest feuerverzinkt sein.
Das Gestell sollte, falls möglich, einbrennlackiert werden oder einen 2 fachen Anstrich aus PU Lack erhalten.

3. Aluminium
Aluminiumgestelle, die es auch als Stecksysteme im Handel gibt, sind bedingt tauglich. Es ist darauf zu achten, dass die Alurohre auch meerwasserbeständig sind. Alu nach DIN 1725 Blatt 2 ist z.B sehr meerwasserbeständig.


Dieser Unterschrank ist aus einem Alu Stecksystem zusammengebaut worden und hat die Länge von 2,10 m. In die Alustangen wurden Bolzen eingesetzt auf die Platten mit entsprechenden Bohrungen gesetzt wurden. Der Übergang der Platten zum Alugestell wurde mit Silikon abgedichtet. In diesem Gestell befindet sich keine einzige Schraube.


In einem späteren Schritt wurden die Türen eingebaut und die Seitenteile entsprechend verblendet. Dieses Becken ist seit 2001 in Betrieb. Das oft nachgesagte Lockern des Stecksystemes konnte nicht beobachtet werden.


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